Vielversprechende Ergebnisse bei klinischer Autismusstudie mit CBD

Israelische Studie zeigt das CBD bei Autismus hilft

Vielversprechende Ergebnisse bei klinischer Autismusstudie mit CBD

In Israel haben Forscher eines medizinischen Cannabisunternehmens nun ihre klinische Studie zu Autismus & CBD erfolgreich abgeschlossen. Kindern wurde CBD reiches Avi-Dekel Cannabisöl verabreicht, dass von Tikun Olam entwickelt wurde. Bei dieser Sorte handelt es sich um Sativa-dominantes Cannabis, das einen CBD Gehalt von über 16% und so gut wie kein THC aufweist. Die klinische Studie konnte sich als wirksam bei der Behandlung von Autismus erweisen. Aber von vorne …

Was ist Autismus überhaupt?

Autismus ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die normalerweise in der Kindheit auftritt. Sie ist gekennzeichnet durch Kommunikationsschwierigkeiten, Fehlinterpretationen sozialer Signale, eine ungewöhnlich hohe Konzentration auf bestimmte Interessen, sich wiederholendes Verhalten und Wutausbrüche. Einige können überhaupt nicht kommunizieren noch am Arbeitsleben teilnehmen, während andere mit milderen Formen, wie dem Asperger-Syndrom, am Arbeitsplatz hervorragende Leistungen erbringen können. Mediziner behandeln Autismus als eine Reihe unterschiedlicher, aber verwandter Zustände, nicht aber als Einzeldiagnose im Ganzen.

Wie viele Menschen leben mit Autismus?

Da ist man sich nicht sicher. Schätzungen der US-Regierung zufolge gilt jeder 59. als autistisch. Damit würden weltweit rund 25 Millionen Menschen an Autismus leiden. Die Duneklziffer dabei nicht mitberechnet. Einige Experten schätzen, dass rund fünfzig Prozent aller Autismusfälle erst überhaupt nicht diagnostiziert werden und damit unentdeckt bleiben.

Cannabis Strain: Avi-Dekel Chemovar

Tikun Olam veröffentlichte Anfang des Monats die ersten Ergebnisse einer laufenden Studie mit autistischen Kindern und einer Pflanze, die das Unternehmen Avidekel nannte. Laut der Studie, die in Scientific Reports (2019) veröffentlicht wurde, zeigten 90% der Patienten eine Verbesserung der Symptome, nachdem sie das Öl für mindestens sechs Monate eingenommen hatten. Von diesen Patienten gaben 30% eine “signifikante Verbesserung” an, während 53% eine “moderate Verbesserung” bemerkten. Nur 8,6% der Patienten konnten keine Verbesserung feststellen.

“Autismus ist weltweit ein Grund zur Besorgnis, weshalb diese Studie zu keinem besseren Zeitpunkt hätte kommen können”

so Dr. Annabelle Manalo, PhD, wissenschaftlicher Direktor von Tikun Olam.

“Die Daten zeigen, dass Autismuspatienten ihre Lebensqualität durch die Verwendung einer (CBD-reichen) Sorte verbessern können, und vor allem, dass junge Konsumenten sicher und effektiv von medizinischem Cannabis profitieren können.”

Avi-Dekel – eine Cannabis Pflanze in Zahlen

Avidekel konnte eine wirklich hohe Erfolgsrate bei der Behandlung von Autismus erzielen. Von den 179 Patienten, die an der Studie teilnahmen, berichteten nur 23 Patienten über unerwünschte Nebenwirkungen. Dabei waren die häufigsten Nebenwirkungen: Unruhe, Schläfrigkeit und gesteigerter Appetit. Die Erfolgsrate war je nach Patient unterschiedlich. Von denen, die Antipsychotika, Antidepressiva, Hypnotika, oder Beruhigungsmittel einnahmen, konnten 20 Patienten die Dosis verringern, 11 Patienten brachen die Einnahme anderen Medikamente sogar völlig ab.

23 Patienten (14%) litten zudem an epileptischen Störungen. Laut der Studie zeigten elf dieser Patienten nach sechsmonatiger Einnahme eine deutliche Verbesserung, zwei Patienten zeigten sogar gar keine Anfälle mehr.

Aktuell gibt es keine Medikamente, dass ausschließlich zur Behandlung von Autismus entwickelt wurde. Ärzte halten Autismus für unheilbar. Menschen mit Autismus halten hingegen ihren Zustand meist nicht für eine Krankheit, die geheilt werden müsste. Unabhängig davon werden Arzneimitteln wie Antipsychotika und Stimmungsstabilisatoren als häufigstes Mittel zur Behandlung von Autismus verschrieben. Im Gegensatz zu Cannabis weisen diese Medikamente häufig eine Reihe von Nebenwirkungen auf, darunter zum Beispiel Wackelzustände, Verstopfung, Stimmungsschwankungen oder ein erhöhtes Diabetesrisiko.

Mit oder ohne THC?

Einige Teilnehmer berichteten von einer zusätzlichen Verbesserung ihrer Symptome, wenn dem Öl zusätzlich THC beigegeben wurde. Gemäß dem angemeldeten Patent entwickelt Avi-Dekel eine relativ hohe Menge an CBD (bis über 16,3%) und eine unglaublich geringe Menge an THC (0,8 %). Das in der Studie von Tikun Olam verwendete CBD Öl enthielt 30% CBD und 1,5% in Olivenöl gelöstes THC. Patienten oder ihre Eltern titrierten die Dosen von Fall zu Fall. Einige Patienten, wie z. B. Patienten mit Schlafstörungen oder aggressivem Verhalten, erhielten zusätzlich 3% THC-Öl.

Die Aufnahme von THC in die Behandlung könnte zudem für den Erfolg von Avidekel verantwortlich sein. CBD besitzt eine höhere Affinität an CB2-Rezeptoren und Proteinsignalkanälen zu binden. Diese kommen am häufigsten in Immunzellen vor. THC hingegen besitzt eine hohe Affinität an CB1-Rezeptoren zu binden. Diese befinden sich meist auf Nervenzellen im Gehirn und im Rückenmark.

Avi-Dekel bildet keine Toleranz

Patienten können mit der Zeit eine Toleranz gegenüber reinem CBD entwickeln. Das wieder rum erfordert dann mit der Zeit größere Mengen an CBD, um die gleichen Ergebnisse zu erzielen. Die Kombination von CBD mit geringen THC-Mengen scheint jedoch Toleranzprobleme zu lösen – wie diese Studie zeigen konnte. In einer E-Mail an RxLeaf stellte Manalo fest:

“Die Patienten die die CBD-THC Kombination einnahmen, hatten keine Medikamententoleranzen. Für diese Patienten wurde die Behandlung im Laufe der Zeit sogar vorteilhafter.”

Das Team von Tikun Olam spekuliert jedoch, dass neben CBD und THC auch noch andere Verbindungen beteiligt sein könnten. CBG, CBN, CBC und CBDV wurden ebenfalls in den Ölen nachgewiesen, wenn auch in relativ geringen Mengen (< 1,5%). Zu den bekanntesten Terpenen in Avidekel zählen laut Manalo: Beta-Myrcen, Alpha-Pinen, Limonen und Beta-Pinen.

Israel wieder mal ganz vorne mit dabei

Wenn die Medizin Autismus besser lernt zu verstehen, dann müssen sich auch die pharmazeutischen Technologien zur Behandlung der Krankheit im gleichen Tempo entwickeln. Während Forscher Schwierigkeiten haben, Medikamente gegen Autismus zu entwickeln, könnte es sein, dass die wirksamste und sicherste Therapie schon entdeckt wurde. Vielleicht finanziert aus diesem Grund die israelische Regierung die CBD Forschung. In Israel ist es die Regel, dass staatliche medizinische Programme im engen Austausch mit Universitäten und privaten Unternehmen stehen, um Cannabis-basierte Medikamente zu entwickeln und zu verteilen.

Ob Kanada, die USA, Europa und vielleicht auch Deutschland bald aufholen werden? Hoffen wir es, denn für Patienten die an Autismus leiden und ihre Familien ist Zeit nicht etwas, von dem sie zuviel haben!

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Comment (1)

  • Gegen was hilft CBD? - Body Mind Free CBD Shop

    […] In Israel wurden Anfang dieses Jahres (2020) die ersten Ergebnisse einer laufenden Studie mit autistischen Kindern und einer Pflanze, die das Unternehmen Avidekel nannte, veröffentlicht. Laut der Studie, die in Scientific Reports (2019) veröffentlicht wurde, zeigten 90% der Patienten eine Verbesserung der Symptome, nachdem sie das Öl für mindestens sechs Monate eingenommen hatten. Von diesen Patienten gaben 30% eine “signifikante Verbesserung” an, während 53% eine “moderate Verbesserung” bemerkten. Nur 8,6% der Patienten konnten keine Verbesserung feststellen. (Link zum ganzen Artikel) […]

    21. Juni 2020 at 23:16

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